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Mit
der Anschaffung Ihres Hundes haben Sie nicht nur einen verspielten,
verschmusten, aufmerksamen, vielleicht auch eigenwilligen Hausgenossen,
Wächter oder Jagdgehilfen erworben, von dem sie sich zu Recht viel
Freude versprechen; Sie haben zugleich Fürsorgepflicht und damit
Verantwortung für ein schutzbedürftiges, von Ihnen
abhängiges Lebewesen übernommen.
Dazu
gehört neben einer artgerechten Haltung, Ernährung und
Pflege, die Abwehr von Gefahren durch häufige
Infektionskrankheiten, denen Ihr Hund schon wenige Wochen nach der
Geburt schutzlos ausgeliefert ist.
Ein
Welpe erhält mit der Muttermilch anfänglich genügend
Antikörper, so dass die Jungtiere normalerweise auf diese Weise
geschützt sind. Allerdings hält dieser Schutz nur wenige
Wochen an, und die Welpen müssen frühzeitig durch Impfungen
zur Bildung eigener Schutzstoffe angeregt werden.
Die
Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen
der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist die
Grundimmunisierung erst nach zweimaliger Injektion bei jungen Tieren
abgeschlossen.
Da
die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen
Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen
vorgenommen werden. Nur so wird gewährleistet, dass Ihr Hund
dauerhaft geschützt ist.
Achten Sie deshalb stets auf die
Termine für Wiederholungsimpfungen in Ihrem Impfpass!
Jungtiere
werden im allgemeinen zwischen der siebten und der zehnten Lebenswoche
erstmalig geimpft. 3 bis 4 Wochen später erhalten sie in der Regel
eine erneute Injektion, um die Grundimmunisierung abzuschließen.
Danach ist lediglich eine jährliche Wiederholung notwendig.
Für
die Impfung stehen Kombinationswirkstoffe zur Verfügung, die
gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten
schützen. Was zu welchem Zeitpunkt und wie oft geimpft werden
soll, entscheidet Ihr Tierarzt unter Berücksichtigung, der ihm
bekannten Seuchenlage. Wichtig ist, dass Ihr Tier zum Zeitpunkt der
Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsbildung sonst
gefährdet ist.
Anlässlich
der ersten Impfung oder beim Kauf eines Tieres, erhalten Sie
normalerweise einen Impfpass. Darin stehen nicht nur alle Daten zu den
bereits erfolgten Impfungen, sondern auch persönliche Daten zur
Identifikation Ihres Tieres. Ferner lässt sich der nächste
Impftermin aus diesem Dokument ablesen. Der Impfpass wird beim
grenzüberschreitenden Verkehr mit Hund oder Katze zum Nachweis der
verlangten Schutzimpfungen unbedingt benötigt. Des weiteren dient
er als Nachweis einer gültigen Impfung gegen Tollwut, die im
Verdachtsfall das geimpfte Tier weitaus besser stellt als ein
ungeimpftes oder nicht nachweisbar geimpftes Tier.
Bewahren
Sie Ihren Impfpass sorgfältig auf und legen Sie ihn bei jeder
Wiederholungsimpfung Ihrem Tierarzt vor!
Eine rechtzeitige
Impfung
schützt
Ihr Tier und gibt Ihnen Sicherheit. Denn heute gibt es
zuverlässige Impfstoffe gegen die folgenden Infektionskrankheiten
Ihrer Katze:
STAUPE:
Die Staupe wird durch ein Virus verursacht.
Die
Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund
zu Hund, aber auch durch indirekte Einschleppung mit
Schuhen oder Kleidung. Die
Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und
Nasenausfluss und mit
der absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde.
Im
weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe auf
verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufsformen, die
aber ineinander übergehen können.
Bei
der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und
an starkem Erbrechen.
Bei
der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten,
Nasenausfluss und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet.
Bei
der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen
und verlieren teilweise sogar das Bewusstsein.
Viele Staupe
Erkrankungen verlaufen tödlich
Die
Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig
lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde, rissige
Pfoten und unter Umständen Verhaltensstörungen zurück.
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ANSTECKENDE
LEBERENTZÜNDUNG:
Nicht weniger gefährlich als das Staupevirus ist
das der ansteckenden Leberentzündung, die der Tierarzt Hepatitis
contagiosa canis oder H.c.c. nennt. Die Ansteckung erfolgt auf dem
gleichen Wege, wie bei der Staupe. Auch die Krankheitssymptome gleichen
einander. Die Tiere haben hohes Fieber, verweigern die Nahrungsaufnahme
und leiden an starken Bauchschmerzen.
Viele Hunde,
besonders Welpen sterben in dieser Phase.
Bei
älteren Tieren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu
Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen-, und Bindehautentzündungen
kommen. Auch sind nervöse Störungen in diesem Zusammenhang
beobachtet worden. Hunde, die die Krankheit überlebt haben,
behalten häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück, die
zur Erblindung führen kann.
LEPTOSPIROSE:
Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die
Leptospirose. Sie ist
auch unter dem Namen "Stuttgarter Hundeseuche" oder
Welilsche Krankheit
bekannt. Die Erreger dieser Erkrankung gehören zu den Bakterien.
Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den
Hund, sondern
auch für den Menschen gefährlich.
Hunde,
Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch
verschmutze Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe
beherbergen das Bakterium. Die Krankheit beginnt oft mit abnormer
Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und
Treppensteigen erschwert.
Im
weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber,
Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zu Schädigungen der
Leber und der Nieren.
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PARVOVIROSE:
Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit,
die durch Parvovieren verursacht wird. Da die Erreger extrem
widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt
überleben können wird die Parvovirose nicht nur durch den
Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen
und leblose Gegenstände übertragen.
Die
Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb weniger Stunden zum Tod
durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch
vornehmlich Magen- Darm Entzündungen auf. Sie äußern
sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und
Durchfall, der wässrig, schleimig und blutig sein kann. Die Tiere
fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel
Flüssigkeit, was schließlich zum Tod führt!
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TOLLWUT:
Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso wie den Menschen
- lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus wird fast
ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse
übertragen.
Er
greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität,
Wesensveränderung und Lähmungserscheinungen hervor.
Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von
Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum
Tode.
Der
Mensch infiziert sich eher seltener an Füchsen, als am Biss durch
tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für
den Menschen, gehört die Tollwut, zu den anzeigepflichtigen
Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle.
Behandlungsversuche
sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten.
Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit
einem tollwutkranken Tier auch nur vermutet wird. In einem solchen Fall
kann
die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist
nachweislich gegen Tollwut schutzgeimpft.
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ZWINGERHUSTEN
Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h.,
dass mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung
beitragen. Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere
Bordetellen und das Parainfluenza- Virus. Zum anderen sind es
klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner wird der
Zwingerhusten durch eine intensive Tierhaltung (hohe Besatzdichte,
starker Tierumsatz) begünstigt.
Die
geschwächten oder gestressten Hunde stecken sich gegenseitig durch
Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum
Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen.
Die
Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw. Augenausfluss
und
quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten nicht
rechtzeitig
erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zur
Lungenentzündung. Der Zwingerhusten ist selten
tödlich, doch
kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher
Behandlung
mehrere Wochen hinziehen.
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