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Die
lebensgefährlichen
Infektionskrankheiten der Katze, werden durch Viren hervorgerufen. Bis
heute sind Viruserkrankungen leider unheilbar, weil es keine wirksamen
Medikamente gibt (Im Gegensatz zu Bakterien, die mit Antibiotika
bekämpft werden können). Bei einer Virusinfektion kann der
Tierarzt nur versuchen, den Krankheitsverlauf zu mildern und so das
Schlimmste zu verhindern. Damit es erst gar nicht so weit kommt, hat
die Forschung Impfstoffe entwickelt.
- Kombinationsimpfstoffe sind genauso sicher,
wirksam und verträglich wie Einzelimpfstoffe
- Kombinationsimpfstoffe sind kostengünstiger
und reduzieren die Zahl der Injektionen
- Kombinationsimpfstoffe vereinfachen die Impfung
und helfen sogenannte Impflücken zu vermeiden
- zum Wohl von Mensch und Tier.
Eine
rechtzeitige Impfung schützt
Ihr Tier und gibt Ihnen Sicherheit. Denn heute gibt es
zuverlässige Impfstoffe gegen die folgenden
Infektionskrankheiten
Ihrer Katze:
KATZENLEUKOSE
Katzenleukose ist eine Viruskrankheit, die
durch das Katzenleukämievirus, abgekürzt FeLV, hervorgerufen
wird. Neuere Untersuchungen haben klar gezeigt, dass
beinahe jeder 6.
Todesfall durch Leukose verursacht wird.
Das ist die
häufigste tödliche Infektionskrankheit
Die
Krankheit kommt weltweit vor und betrifft Katzen jedes Alters. Von der
Ansteckung bis zur Erkrankung können Jahre vergehen.
In
dieser Zeit wird der Erreger aber millionenfach mit dem Speichel
ausgeschieden. Nicht nur kranke, sondern auch gesund erscheinende
Katzen können das Virus übertragen.
Ansteckungsgefahr
auch durch gesund erscheinende Katzen
Die
Katzenleukose kann mit den vielfältigsten Krankheitserscheinungen
einhergehen. Beginnend mit Lustlosigkeit, Fieber, plötzlicher
Abmagerung,
blassen Schleimhäuten (Anämie),
Entzündungen am
Zahnfleisch, bis hin zu bösartigen Wucherungen in der
Brusthöhle und im Bauch ( Leber, Niere, Darm)
Die
größte Gefahr bei der Katzenleukose besteht jedoch in einer
Schwächung der Abwehrkraft durch das Virus. Betroffene Katzen sind
den verschiedenen Infektionserregern praktisch schutzlos ausgeliefert.
Die Leukose ist somit auch Grundlage für viele andere, oft
tödlich verlaufende, Infektionskrankheiten.
Die
Entwicklung eines wirksamen und ungefährlichen Impfstoffes konnte
erst nach Jahren ebenso mühsamer wie kostenaufwändiger
Forschungsarbeit verwirklicht werden. Damit war es erstmals
möglich, viele Millionen Katzen vor dem Tod durch Katzenleukose zu
schützen. Für die Grundimmunisierung sind zwei Injektionen
erforderlich, die ab einem Lebensalter von 9 Wochen verabreicht werden
können. Die Immunität wird durch jährliche einfache
Impfungen aufrecht erhalten.
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KATZENSCHNUPFEN
Unter Schnupfen im herkömmlichen Sinn
versteht man
einen Katarrh der oberen Luftwege mit tränenden Augen
und
verstopfter Nase. Beim Menschen ist diese Krankheit zwar lästig,
aber nicht gefährlich. Ganz anders ist die Situation bei den
Katzen. Katzenschnupfen
ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die
nicht verharmlost werden darf. Die Ursache sind verschiedene
Infektionsträger wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien.
Infizierte
äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen,
verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche,
nichtgeimpfte Katzen an.
Besonders
gefährdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche
die in eine
Tierpension oder eine Klinik gebracht werden müssen und Katzen,
die an einer anderen Grundkrankheit, wie der Katzenleukose leiden.
Die
Krankheit beginnt mit tränenden Augen, klarem, wässrigen
Nasenausfluss, Niesen, Fieber und Appetitmangel. Diese eigentlich
harmlosen Anfangssymptome können sich jedoch schnell zum
wirklichen Katzenschnupfen verschlimmern.
In
diesem Fall wird der Augen- und Nasenausfluss eitrig und es treten
schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase, der Zunge am
Zahnfleisch und im Rachen auf. Solcherart betroffene Katzen verweigern
jede Nahrungsaufnahme, weil der
für Katzen wichtige Geruchssinn stark eingeschränkt ist, und
das Zerkleinern und Abschlucken der Nahrung sehr schmerzhaft ist.
Daraus entsteht ein Teufelskreis, der zu einer rasch fortschreitenden
Schwächung der Katze und schließlich zum Tod führt.
Zur
Zeit ist gegen zwei Erreger des Katzenschnupfens eine Impfung
möglich. Für die Grundimmunisierung gegen Herpes und
Caliciviren sind zwei Injektionen erforderlich. Die Erstimpfung wird ab
der neunten Lebenswoche empfohlen. Für die jährliche
Auffrischung genügt eine Injektion.
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KATZENSEUCHE
Oder Panleukkopenie ist eine hochgradig
ansteckende Viruserkrankung. Der Erreger, der von infizierten Katzen
hauptsächlich mit dem Kot ausgeschieden wird, ist extrem
widerstandsfähig und behält seine krankmachenden Eigenschaften
unter Umständen jahrelang bei. Selbst eine
ausschließlich in der Wohnung gehaltene Katze ist gefährdet.
Das Virus wird nämlich nicht nur von kranken auf gesunde Katzen
übertragen, sondern kann auch indirekt an Schuhen, oder
der
Bekleidung haftend "mit nach Hause gebracht werden" uns zur
Ansteckung
der Katze führen.
Die
Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden,
tödlichen Verlauf. Erste Hinweise sind Appetitmangel und
Bewegungsunlust. Mit dem
Auftreten von Fieber verschlimmert sich der Zustand sehr schnell. Es
kommt zu Erbrechen und schließlich zu Durchfall mit
wässrigem, blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell
große Mengen Flüssigkeit, sie leidet unter großem
Durst, ist aber in diesem Zustand bereits zu geschwächt um selbst
zu trinken. Beim ersten Anzeichen von Katzenseuche ist sofortige
tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leider sind trotz einer
Intensivtherapie vor allem Jungkatzen häufig nicht mehr zu retten.
Die
Katzenseucheimpfung hat sich seit Jahren bewährt. Die Erstimpfung
wird ab der 9. Lebenswoche empfohlen.
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FIP
Die Bezeichnung FIP steht für Feline
Infektiöse Peritonitis, was soviel wie ansteckende
Bauchfellentzündung bedeutet. Die Ursache ist eine
Virusinfektion. Die Krankheit äußert
sich im ersten Stadium oft in Form von Fieber,
Appetitmangel und
leichten Atembeschwerden. Nach Abklingen dieser Symptome kann
es
unterschiedliche Zeit später zum zweiten Stadium der Erkrankung
kommen. Hierbei unterscheidet man dann eine sogenannte feuchte Form,
der FIP, die in typischen Fällen mit einer
Bauchwassersucht
einhergeht.
So
erkrankte Katzen sind am ganzen Körper abgemagert und haben einen
dicken, flüssigkeitsgefüllten Bauch. Auch in der
Brusthöhle kann es zu solchen
Flüssigkeitsansammlungen kommen.
Bei
der sogenannten trockenen FIP kommt es zu einer Entzündung der
inneren Organe ( Leber, Niere, Milz usw.) mit Fieber und teilweise
Atembeschwerden. Weil hierbei die typischen
Flüssigkeitsansammlungen fehlen, ist die Diagnose weitaus
schwieriger als bei der feuchten Form. Der sogenannte FIP-Test,
für den der Tierarzt der Katze eine kleine Menge Blut entnimmt,
kann bei kranken Tieren den FIP-Verdacht erhärten. Die FIP nimmt
so gut wie immer einen tödlichen Verlauf.
Pathologische Untersuchungen ergaben, dass für etwa jeden achten
Todesfall bei Katzen FIP verantwortlich ist. Diese Häufigkeit,
sowie der unheilbare Charakter dieser
Infektionskrankheit, lassen die Schutzimpfung als dringend angeraten
sein.
Der
FIP Impfstoff wird nicht gespritzt, sondern in der Form von Tropfen in
die Nase der Katze getröpfelt. Die Grundimmunisierung kann ab der
16. Lebenswoche erfolgen und erfordert zwei Gaben in etwa
dreiwöchigem Abstand. Die Auffrischung der Impfung erfolgt in dem
üblichen einjährigen Abstand.
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TOLLWUT
Wie andere Haustiere, sind auch freilaufende Katzen
tollwutgefährdet. Nachgewiesene Tollwutfälle sind bei Katzen
etwa 2 bis 3 mal so häufig wie bei Hunden. Die Tollwut wird
hauptsächlich durch Füchse, daneben aber auch durch andere
Wildtiere (Marder) übertragen. Neueren Datums sind Berichte
über das Vorkommen von Tollwutviren bei Fledermäusen.
Tollwut
zählt nach wie vor zu den gefährlichsten
Infektionskrankheiten für Mensch und Tier. Sie ist unheilbar.
Wegen der starken Gefährdung des Menschen sind Behandlungsversuche
verboten.
Das
Tollwutvirus befällt bei infizierten Tieren das Gehirn und ruft,
Verhaltensänderungen, Aggressivität, Beißwut, Raserei
und schließlich unter Lähmungserscheinungen den Tod hervor.
Weil
der Virus mit dem Speichel ausgeschieden wird, sind vor allem
Bisswunden infizierter Tiere gefährlich.
Bei
JEDEM Kontakt mit einem tollwutkranken oder -verdächtigem Tier
sollten Sie UMGEHEND einen Arzt aufsuchen!
Falls
Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze Kontakt mit einem
tollwutkranken Tier hatte, müssen Sie - schon im eigenen Interesse
-umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Für das weitere Vorgehen ist
dann maßgeblich, ob die Katze eine gültige Impfung aufweist.
Ein wirksamer, gesetzlich anerkannter Impfschutz besteht, wenn laut
Impfpass die Impfung mindestens vier Wochen, höchstens jedoch ein
Jahr zurückliegt. Bedenken Sie stets, die Tollwutimpfung
schützt Mensch und Tier.
Die
Grundimmunisierung
wird ab der 12. Lebenswoche (eine Injektion) empfohlen.
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